Camino Portugues

 

Nach meinen ersten TEST Wanderungen habe ich mich, auch wegen der Zeit, für den Camino Portugues entschieden.

Der Camino Portugues ist der zweitbeliebteste aller Jakobswege nach dem bekannten Camino Francés. Inzwischen geht jeder vierte Pilger (25% Pilgeranteil, Stand 2019) den portugiesischen Weg. Zum Vergleich: 2016 waren es lediglich 15 % aller Pilger.
250 Kilometer lang ist der Camino Portugues. Etappen von ab 10 bis gut 25 Kilometer Länge ermöglichen es, diesen sehr beliebten Jakobsweg in 2 Wochen gut zu schaffen.

 

Geschichte

Der Ursprung des Caminho Português als christlicher Pilgerweg begann nach der Unabhängigkeit Portugals im 12. Jahrhundert. Seine Blütezeit erreichte der Weg wohl am Ende des Mittelalters. Zu dieser Zeit erlangte die Pilgerreise zum Grab des heiligen Apostels Jakobus eine wichtige Bedeutung für das europäische Christentum. Zeitgleich fand durch den massiven Pilgerstrom ein reger kultureller Austausch zwischen Santiago de Compostela (Galicien), Lissabon, Coimbra und Porto statt.

Der Portugiesische Weg führt über ca. 620 km von Lissabon durch das Landesinnere über Coimbra, Porto und Tui nach Santiago de Compostela.

Auf verschiedenen historischen Römerstraßen, deren Existenz noch heute durch zahlreiche Meilensteine (Milarios) und alte Steinquader belegt ist, pilgerten zahlreiche Gläubige nach Santiago de Compostela. In den vielen hundert Pilgerherbergen („misericordias“) aus früheren Zeiten finden sich Zeugnisse für die großen Pilgerscharen. Selbst einige Könige und Königinnen des damaligen portugiesischen Hofes unternahmen Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela. So soll die Heilige Königin Elisabeth von Portugal Anfang des 14. Jahrhunderts zweimal nach Santiago gepilgert sein und den Heiligen Jakobus so verehrt haben, dass sie sich mit den Zeichen der Pilgerschaft beisetzen ließ.

Heute ist der nördlichste Teil des Weges mit einer guten Infrastruktur von Herbergen ausgestattet, während in Portugal Pilgerherbergen selten zu finden sind. Der portugiesische Weg führt durch das Landesinnere und passiert die Städte Santarém, Tomar, Coimbra, Porto, Tui und Santiago. Als alternative Route gibt es ab Porto einen Weg entlang der Küste, der erst in Padron (Spanien) wieder auf den Hauptweg trifft. Eine weitere Alternative führt von Santarém nach Fatima, um dann in Coimbra wieder auf den Hauptweg zu treffen.